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"Ich will zu Schiff die Meere durchkreuzen, ein weiblicher Fliegender Holländer, bis ich einmal versunken und verschwunden bin." (Elisabeth, Kaiserin von Österreich) Wenn die Kamera vom Deck des Schiffes auf den endlosen Horizont des Mittelmeeres hinausblickt, entsteht das Bild einer Frau, die rastlos durch die Welt gereist ist. Elisabeth, Kaiserin von Österreich, verschwand immer wieder aus dem Bild. Ab ihrem 31. Lebensjahr ließ sie sich nicht mehr photographieren.
Ruth Beckermann macht sich auf die Suche nach dieser Frau, die den Platz im Korsett ihrer Gesellschaft nicht einnehmen wollte und einen Mythos zwischen märchenhafter Cinderella und depressiver Marionette der Monarchie entstehen ließ. In Ägypten, das Elisabeth zweimal besucht hat, findet, die Filmemacherin die Schauplätze und zeitlosen Momente, die durch die Bedeutungsoberflächen hindurchblicken lassen. In den orientalischen Basaren und den lärmenden Straßen, hinter den Bettenburgen an den Peripherien der Großstädte, wo apokalyptische Rauchsäulen aus den archaischen Töpferwerkstätten aufsteigen, überlagern sich Gegenwart und Vergangenheit kaleidoskopartig. Die Kamera schlüpft in die Rolle einer Flaneurin, die sich, ohne ihr Ziel aus den Augen zu verlieren, dem Gewühl der Straßen überlässt und den Details des Alltags mehr Schaulust abgewinnt als den großen Monumenten. Die Montage von Bildern dieser Ägypten-Reise und die Interpretation der Aufzeichnungen Elisabeths und ihres griechischen Vorlesers sind Bestandteile einer Reflexion über die Fremde, über die Macht und die Grenzen der Bilder, über Mythos und Wirklichkeit. | zurück
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